Der Berner Mattegucker

Jahresrückblick 2012

Dezember 2012

Walter LehmannWalter Lehmann 21. Februar 1930 - 4.12.2011
Er lebte sein Jahrzehnten an der Gerberngasse und ihn kannten alle in der Matte. Unter seinem richtigen Namen kannte ihn wohl keiner - er blieb ein Leben lang der "Lämpe-Wale" obwohl es in den letzten Jahren ruhig um ihn geworden ist. Wale war ein geselliger Mensch und viel sah man ihn mit seiner langjährigen Lebenspartnerin Helen gemütlich im Mühlirad sitzen.
Wale und ich mussten immer wieder "zicklen" - wir liessen uns leben. Nach langer Krankheit durfte Wale nun am 4.12. 2011 endlich einschlafen.

Helen, dir wünschen wir viel Kraft und hoffen natürlich, dass wir dich ab und zu durch die Matte marschieren sehen.

Februar 2012

Mattekinder an der Fasnacht 2012

März 2012

Matte-Leist Hauptversammlung vom 26. März 2012
Im Osten nichts Neues und im Westen auch nicht ... Wiedereinmal war es eine HV, die ruhig und gelassen über die Bühne ging. Kein brüllen, keine Machtspiele, denn es waren keine heissen Themen auf dem Tisch. Alles scheint zur Zeit zu ruhen. Hochwasserschutz wird erst 2017 in Angriff genommen, kein Mattefest 2012, keine personellen Änderungen im Vorstand, keine Geldgeschichten, keine Querelen, Poller wegen Einsprachen noch hängig. Schon fast langweilig! Immerhin konnte der Präsident die Sitzung nach gut einer Stunde schliessen und man hatte Zeit sich beim feinen Apéro von Barbara Bürkli zu unterhalten. Auch mal angenehm den zwischenmenschlichen Tönen Platz zu lassen. Herzlichen Dank Barbara und Bärni Bürkli für den feinen Apéro und herzlichen Dank dem Leist für die Arbeit.
Ach doch etwas habe ich fast vergessen; was nun mit der Liftfasssäule geschehen wird - die Gespräche zwischen Leist und der Stadt sind im Gange und was dann schlussendlich aus der ehrwürdigen Telefonkabine an der Schifflaube geschehen wird, das steht im Moment in den Sternen. A propos Sterne - vielleicht war es auch deshalb so friedlich, weil sich der Mond, Jupiter und die Venus in einem wunderschönen Licht am Himmel zeigten.

April 2012

Im April 2012 wurden die Sanierungsarbeiten der Familiengärten an der Badgasse abgeschlossen. Nach rund einer halbjährigen Bauzeit wurden die Gärten an die alten/neuen Mieter übergeben. Die Bauarbeiten wurden sehr professionell und gut durchgeführt.

 Der Schattengarten unter der Mattetreppe

 

Sonja ReberSonja Reber feierte am 18. April ihren 80. Geburtstag. Viele Jahre lebte sie die gebürtige Wienerin an der Gerberngasse in der Matte. Sonja, die Unermüdliche, die trotz Herzinfarkten ihren Lebensmut nie verloren hat. Ihr fröhliches Lachen höre ich immer wieder gerne, wenn ich ihr an Festen in der Matte jeweils begegne. Sie bezeichnet sich als Heimwehmättelerin, lebt nach wie in Bern und so besucht regelmässig den Mittagstisch oder die Anlässe im Wöschhüsi.

 

 

 

 

 

 

 

Vreni ZbindenVreni Zbinden feierte am 22. April ihren runden Geburi. Vreni lebt seit vielen Jahren in der Matte am Mühlenplatz und nimmt auch rege am Quartierleben teil.
Oft sieht man sie jeweils morgens um 8.30 durch die Matte marschieren, um in der Stadt die Einkäufe zu erledigen. Sie liebt die Matte und könnte sich nicht vorstellen an einem andern Ort zu leben.

 

 

 

 

 

 

 

Sven GublerSven Gubler neuer Geschäftsführer Bern City Der ehemalige Matteleist Präsident Sven Gubler wird ab Juli 2012 neuer Geschäftsführer von Bern City.  
Er ist auch Präsident der Vereinigten Altstadtleiste. Der 1976 geborene Sven Gubler ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Er setzt sich seit Jahren für eine lebendige Altstadt ein.

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2012

Nach einem zweiwöchigen Umbau erstrahlt der Buchladen und Verlag Einfach Lesen, Rosmarie Bernasconi, an der Badgasse 4 in neuem Glanz. In den Räumlichkeiten an der Badgasse 4 hat sich auch pia.g, Pia Gloor, Textiles und Accessoires eingefunden. Das Eröffnungsfest war ein toller  und schöner Erfolg, genossen wir doch am Freitag, 11.5.2012 einen herrlichen, heissen Sommerabend, so dass sich die Gäste an allen Ecken auch in den Schatten verzogen. Die zahlreichen Gäste fühlten sich in den hellen Räumlichkeiten sichtlich wohl.

Pia Gloor und Rosmarie Bernasconi


Am Samstag, 12.5.2012 wollte der Wettergott nicht mehr mitmachen und es wurde merklich kühler, nichts desto trotz, verbrachten wir mit unseren Gästen einen gemütlichen Tag in unseren Räumen. Um 16.00 zog es die Gäste trotz Regen nach draussen, denn der Grandprix 2012 von Bern, wollte man sich nicht entgehen lassen. Und nun freuen wir uns auf den Alltag und auf viele Gäste, die sich an der Badgasse 4 auf dem roten, gelben oder pinkigen Stuhl niederlassen können.

 

Dorian FlorescuDer Schweizer Buchpreisträger 2011 Catalin Dorian Florescu las am 21. Mai 2011 im Restaurant Zähringer aus seinem preisgekrönten Buch "Jacob beschliesst zu lieben". Diejenigen die dabei waren, kamen in den Genuss eines hervorragenden Schriftstellers, der die Menschen zu fesseln weiss. Es war ein toller Abend. Schön zu wissen, dass auch Kultur in der Matte immer wieder ihren Platz findet.

 

 

 

 

 

 

Juni 2012

Elisabeth AebischerElisabeth Aebischer, Musiklehrerin an der Sprachheilschule in der Matte Bern, feierte am 3. Juni ihren 60. Geburtstag. Seit vielen Jahren gibt Elisabeth Musikunterricht und die Schüler gehen gerne zu ihr. Sie mag die Kinder und die Musik. Sie liebt aber auch die Matte und der Brunnen an der Badgasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Paul Augsburger 12. 06. 1943 – 10. 06.2012 In der Matte war besser bekannt als Pole. Er ist kurz vor seinem neunundsechzigsten Geburtstag überraschend gestorben. Pole war ein echter Matte-Gieu. Abgesehen von einigen Abstechern auf hoher See, wo er als Schiffsjunge und Leichtmatrose das Seemannsleben kennen lernte, hat er sein ganzes Leben in der Matte verbracht – mit allen Hochs und Tiefs, die ein Leben mit sich bringen kann. «I wott läbe wi ni wott», wie Jimy Hofer singt, traf auch auf Pole zu. So freute es ihn, wenn er früher ab und zu mit Jimy verwechselt wurde. Und nie fehlte er als leicht nostalgischer Zuschauer, wenn die Broncos zu ihrer Auffahrts-Ausfahrt starteten. Er selber begnügte sich allerdings lange Jahre mit einem Velo-Töffli, später war er zu Fuss unterwegs. In letzter Zeit wurde sein Spazierradius in der Matte kleiner, oft sah man ihn beim Mühlirad, wo er ab und zu aushalf, regelmässig spazierte er auch ins Nydegger-Lädeli oder Richtung Mühleplatz. Ein paar Worte hier, ein Witzlein und ein träfer Spruch dort, ein Winken aus dem Fenster – um Pole wurde es nie langweilig. In den letzten Jahren kümmerte er sich stark um seine Lebenspartnerin Viviane, die dank ihm trotz gesundheitlicher Probleme den Alltag daheim bewältigen konnte.
Die Matte verliert ein Original – Pole, wir vermissen Dich!


Marianne Schär - Moser

Juli 2012

Einmal mehr gab es Anfangs Juli Hochwasserwarnung in der Matte und wieder einmal mehr konnten wir nur hoffen, dass die Niederschläge nachliessen. Ein persönlicher Bericht von Rosmarie Bernasconi:

 

Es ist Donnerstagnachmittag um drei Uhr und es hat wieder mit Regnen begonnen. Noch liegt mir der gestrige Abend in den Knochen: Ich sass gemütlich in einer Gartenbeiz in der Lorraine und hörte die Sirenen, bekam dann laufend SMS und Telefone. Irgendwie schien mir die Situation unwirklich. Schönes Wetter, lauer Sommerabend. Gut, ein bisschen windig war es schon, aber an Hochwasser habe ich nicht gedacht, zumal ich am Mittag noch einen Rundgang durch die Matte gemacht habe. So schnell kann dies doch nicht gehen! Nachdem ich die Sirenen hörte, war nichts mehr mit gemütlichem im Garten sitzen und den lauen Sommerabend geniessen. Ich marschierte zügig den Altenbergrain hinunter und sah sie schon von weitem «die Matteschüblig» – die Beaver Schläuche, die im Altenberg am Rande der Aare positioniert wurden.


Die Leute standen auf der Strasse, ratlos, rastlos, ängstlich aber auch gefasst. Weiter über die Untertorbrücke in die Matte, führte mich mein Weg. Ich bog in die Matte ein. Bei der Schifflände war alles trocken. Während ich förmlich durch die Matte rannte, via Wasserwerkgasse, Mühlenplatz an die Schifflaube, sah ich die vielen Menschen hier unten.

Hochwasser Bilderbogen

Matteparty

Ich wusste gar nicht, dass so viele Menschen in der Matte wohnen. Mir schien es wie an einem Mattefest. Es gab fast kein Durchkommen, die Menschen drängten sich ans Geländer der Aare, um an vorderster Front dabei zu sein. Die Mätteler und Mättelerinnen sahen dem ganzen eher gelassen zu, denn es ist ja nicht das erste Mal, dass wir eine solche Situation erleben. Der grosse Kran war bereits im Einsatz und verteilte das Holz, damit es zu keinen Stauungen kam. Die Matte ist gesperrt, was für eine Wohltat. Man spazierte durch die Matte, parlierte, grüsste und diskutierte über das Hochwasser. Erinnerungen.

Dr Hätti, dr Wetti u dr Chönnti

Die einen meckerten, dass die Feuerwehr zu lange gewartet habe, andere fanden es gerade richtig und wieder andere sprachen davon, was alles hätte geschehen können. Der Hätte und der Wäre und der Könnte sind drei gute Freunde, die sich in solchen Momenten wohl eher in die Tiefe ziehen, als das sie etwas bewirken können! Auf jedenfalls fand ich, dass die Feuerwehr und der Zivilschutz aber auch die Mattenbevölkerung schnell und gut reagiert haben. Keller wurden geräumt, die Geschäfte im Parterre fanden ihr Material im ersten Stock wieder. Die Medien rannten, um gute Interviews und Bilder bemüht durch die Matte. Auch der Gemeinderat liess sich blicken und alle machten sie eine wichtige Miene. Auch ich, die für www.matte.ch unterwegs war, fand, dass ich das eine oder andere Bild unbedingt machen musste, obwohl es schon tonnenweise Bilder gab!
Gegen elf Uhr wurde es ruhig im Quartier. Mir blieb das Rauschen der Aare, das helle Licht der Lampen und das Licht des Mondes. Ich setze mich an den Compi und verarbeite die vielen Eindrücke und immer wieder stand ich auf und marschierte zum Fenster, blickte nach draussen und endlich, gegen Morgen konnte auch ich einschlafen. Die Feuerwehr ist da und die haben es im Griff!

 

Joele LeuenbergerJöle Leuenberger feierte am 6. Juli 2012 seinen 70. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch. Jöle wohnte seit 1992 am Mühlenplatz und engagierte sich im Quartier. Jöle ist ein begeisterter Curler und seit seiner Pensionierung auch ein hervorragender Koch.
Wie ich aber zu meinem Bedauern erfahren habe, zog Jöle kurz nach seinem 70. Geburtstag mit seiner Frau Jeannette Pignolet aus dem Mattequartier Richtung Zimmerwald. Schade ... Alles Gute, Jöle, gute Gesundheit und viel Spass am neuen Wohnort - ich hoffe, du wirst die Matte nicht zu fest vermissen.

 

 

 

 

 

Max HirschburgerMax Hirschburger kam am 30. Juni 1944 als erstes Kind von Karl und Mina Hirschburger in Basel auf die Welt. Am 1. November 1945 zog die inzwischen um den zweiten Sohn Hans angewachsene Familie berufsbedingt von Basel an die Tannenhofstrasse nach Thun-Dürrenast. 1948 durfte die Familie das neu erbaute Einfamilienhaus an der Florastrasse 13A in Thun beziehen. Zum Einzug ins Einfamilienhaus erhielten Max und sein Bruder von der Verwandtschaft die griechische Landschildkröte «Joggi» geschenkt, die noch heute bei bester Gesundheit bei seinem Bruder in Jona lebt.
Anschliessend begann er seinen Traum als freischaffender Kameramann und Filmemacher zu realisieren. Er bereiste die Türkei und den Libanon auf den Spuren der Armenier und es entstand ein Film über dieses Volk. Zurück in der Heimat konnte er in verschiedenen Schweizer Filmen wie zum Beispiel «Polizist Wäckerli» neben den bekannten Kameramännern Emil Berna und Karl Wolf die Assistenz übernehmen. Daneben produzierte er seine ersten Industrie- und Lehrfilme und verlegte sein Wohndomizil in die Matte nach Bern. Einer seiner ersten Aufträge war das Erstellen eines Lehrfilms über das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes für den Pionier der Hüfttotalprothese, Professor Müller in Bern.
Kurz vor seinem Flugbrevet im Jahr 2005 überstürzten sich jedoch unheilvolle Ereignisse: Das Jahrhunderthochwasser stieg in seinem Haus bis auf eine Höhe von 1 Meter 80 und zerstörte sein Filmatelier vollständig. Nicht zuletzt als Folge dieses Hochwassers bereitete ihm ein Treppensturz einen weiteren schweren Schlag: Er brach sich dabei ein Fussgelenk und während der Operation handelte er sich eine Spitalinfektion ein. Dieser zog mehrere weitere Operationen und Muskeltransplantationen nach sich. Seine ungebrochene Lebenskraft und sein Optimismus liessen ihn weiter arbeiten und den Umbau seiner Liegenschaft an die Hand nehmen.
Es kam jetzt auch die Zeit Pläne für das Seniorendasein zu schmieden. Einer dieser Pläne konnten sie verwirklichen: Nach sechs Jahren intensiver Suche und vielen Ferienaufenthalten in Sizilien konnten Max und Mia im letzten Herbst gemeinsam ein kleines Häuschen erwerben, das ihren Vorstellungen und dem grössten Wunsch von Max entsprach: am Morgen aufzuwachen, sich im Bett zu erheben und aufs Meer blicken zu können. Doch das Leben ändert sich von einem Moment zum anderen:
Während seiner Ferien in Sizilien ist Max am 23. Juli frühmorgens auf der Terrasse seines Seniorendomizils mit wunderschönem Blick aufs Meer für immer eingeschlafen.

 

Das alljährliche Fischessen im Wöschhüsi fand Ende Juli statt. Mit grossem Enthusiasmus wurden Fische gebacken und sie waren lecker, Schön, dass dieser Anlass auch immer wieder dazu da ist, dass sich ehemalige Mätteler zu einem fröhlichen Beisammensein treffen.

Fischessen-Köche

Thomas FoppaThomas Foppa, 26.03. 1948 bis 25. 07. 2012 Ich lernte ihm im Einsteinjahr 2005 kennen. Er recherchierte und suchte nach einer etwas andern Ausstellung rund um Einstein. Damals bat er mich um ein Kurzhorokop über Einstein für seine Ausstellung in Argovia im Bollwerk zu erstellen. Am 25. April 2005 war es dann soweit - Adrian Guggisberg, der ehemalige Gemeinderat, eröffnete die etwas andere Einstein-Ausstellung, die Thomas Foppa liebevoll zusammen gestellt hatte.
Ich lernte ihn als symphatischen, etwas verschrobenen, liebenswürdigen Menschen kennen. Immer wieder sind wir uns begegnet. Vor rund vier Jahren besuchte er mich im Laden und erzählte freudestrahlend, dass er nun eine Wohnung an der Badgasse gefunden habe, dort könne er in Ruhe arbeiten. Oft sahen wir uns von weitem und manchmal sprach er auch, dass er gerne sein Werk über Einstein noch veröffentlicht haben möchte, es reichte nicht mehr. Von seiner schweren Krankheit gezeichnet aber nach wie vor voller Optimismus sprach er darüber, dass er nicht mehr lange zu leben habe. Nicht jammernd, nicht leidend. Er nahm dies als Tatsache - und so wunderts mich nicht, dass in seinem Abschiedsbrief das Zitat las:
"Da habe ich ein Leben lang Angst vor dem Sterben gehabt und jetzt das." Thomas Asche wurde der Natur zurück gegeben.

August 2012

ottobaertschiOtto Bärtschi feierte am 13. August 2012 seinen 85. Geburtstag. Otto sehe ich oft mit seiner Frau Rösli durch die Schifflaube spazieren. Immer freundlich, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Otto lebt sein einigen Jahren an der Schifflaube. Otto ist ein echter Matte-Gieu, denn er wuchs in der Matte auf. Herzlichen Glückwunsch und Gesundheit und ich freue mich, dir immer wieder in der Matte zu begegnen. 

 

 

 

 

 

Buskers 2012 – Bei strahlendem Sommerwetter strömten die Menschen in die Stadt. Es war eine tolle Stimmung und die Leute fühlten sich sichtlich wohl. Die unterschiedlichen Attraktionen liessen keine Wünsche offen. Seien es die musikalischen, die träumerischen, poetischen, künsterlischen und auch literarischen Leckerbissen, oder aber auch die vielen Aktivitäten auf der Münsterplattform, auf dem Münsterlatz und in der gesamten Altstadt. Erstmals wurde auch der Mattelift in das Buskers einbezogen, wenn auch vieles nicht so lief wie man es sich vorgestellt hatte, ist die Idee Poesie und Kunst sicher ausbaubar.Sicher ein Grosserfolg war die Popcornmaschine, die vor dem Lift aufgestellt wurde und auch die schmucken Liftboys, sie alleine waren schon eine Attraktion wert.
Ich sah überall zufriedene Gesichter und ich denke, dass man von einem vollen und tollen Erfolg sprechen kann. Und schön ist der Wettergott dem Buskers 2012 für einmal freundlich gesinnt.

Buskers MatteLift

Hans ZimmrmannHans Zimmermann feierte am 24. August seinen 80. Geburtstag. Als gebürtiger Öesterreicher kam er vor vielen Jahren in die Matte und lebt seither mit Frieda an der Wasserwerkgasse.
Ich sehe Hans jeden Samstag gemeinsam mit Frieda auf den Markt marschieren. Einige Zeit später kommen Sie mit einem voll gepackten Einkaufswagen wieder in die Matte zurück.
Alles Gute lieber Hans - auf weitere Jahre in der Matte.

 

 

 

 

 

 

Mattefescht für einmal anders – Bei trockenem Wetter wurde gewerkelt, Zelte aufgebaut, Grills bereit gestellt, Getränke angeschleppt. Salate, Züpfe, Kuchen und vieles mehr standen für das Quartierfest bereit. Es war ein gemütlicher Anlass. Weit mehr als 100 Personen fanden sich auf dem verkehrsfreien Mühlenplatz ein, um zusammen zu sitzen, das Quartierfest in seiner alten Form aufleben zu lassen. Die Kinder hatten endlich Platz, sich auf dem grossen Mühlenplatz auszutoben – und es waren viele Mattekinder, die diese Gelegenheit nutzten. Die Kinder wurden geschminkt und so sah man Prinzessinnen, Piraten und Fussballfans über den Mühlenplatz toben. Auch ehemalige Mätteler fanden sich auf dem Mühlenplatz ein. Man lachte, tauschte sich aus und schwelgte in Erinnerungen.
Und trotz Regengüssen kann man von einem gelungenen Fest sprechen. Res und Ruth Margot mit ihren Mitmusikern, der Sängerbundmatte unter der Leitung von Mathias Sutter, trugen zur musikalischen Unterhaltung bei.
Der Regen trug aber auch dazu bei, dass die Schminke vor dem abendlichen Waschprozedere wohl bereits zum grössten Teil weggewaschen wurde!
Und für einmal war es ein gemütliches - Kleines, Leises und Feines Fescht für Mätteler und Mättelerinnen. Niemand vermisste das grosse Mattefescht vergangener Jahre.
Der Matte-Leist als Organisator hat wirklich gute Arbeit geleistet.

Matte Fest Besuchende

September 2012

stuebyalbertAlbert Strüby – der Mattearchivar – derjenige, der bei jedem Fest in der Matte ein schön gestaltetes Blatt mitbringt, damit alle Anwesenden unterschreiben können. Albert, der allen hilft, die Hilfe brauchen. Albert, der sich im Garten nützlich macht. Albert, der gute Gastgeber und Albert ist derjenige, der sich auch immer wieder Gedanken macht, was aus der Matte wird.

Albert Strüby ist nicht mehr aus der Matte wegzudenken und nun wird man ihn wohl öfters im Quartier sehen, den nun  ist er pensioniert. Am 18. September feierte er seinen 65. Geburtstag und seit Anfangs Oktober ist er nun im Ruhestand. Ich könnte mir vorstellen, dass er eher im Unruhestand sein wird. Wir dürfen gespannt sein. Alles Gute zu deiner Pensionierung und viel Glück im neuen Lebensabschnitt. Er wird sicher zusammen mit seiner Frau Marlis ab und zu im Wöschhüsi anzutreffen sein.

 

 

 

 

 

Annemarie und Michael Stoffel, die im April 2012 in die Matte gezogen sind, sind leidenschaftliche Musiker und so spielen sie gemeinsam mit ihrer zusammengewürfelten Truppe klassische Musik. Am 8. September fand das alljährliche Jahreskonzert "Abendmusik"  in der Nydeggkirche statt. Nach dem Konzert wurde ein Apéro offeriert.
Eine ältere Dame suchte verzweifelt die Kasse. Sie fand diese nicht und so zog sie wieder von dannen. Der Apéro und das Konzert war tatsächlich kostenlos. Wir freuen uns auch auf das Konzert "Abendmusik" 2013.und auch auf den leckeren Apéro!

 

Stoffel Annemarie und Michael

 

MAagurite VonmoosMarguerite H. von Moos 30.4.1945 - 8.10.2012
Sier starb nach langer schwerer Krankheit. Marguerite kenne ich seit vielen Jahren und wir sind uns oft begegnet. Ein kurzer Schwatz über Gott und die Welt, über Bücher, Computer oder später dann über ihre Hündin Gina gehörten zu unserem Alltag. Marguerite nahm auch rege am Leben in der Matte teil. Früher sah man sie oft an Anlässen und sie genoss es mit Menschen an einem Tisch zu sitzen. Es ist schwierig Marguerite zu «schubladisieren», denn sie liess sich nicht in eine Schublade zwängen. Immer wieder erzählte sie mir von ihrem Gehörlosen Bruder Josef, der ihr nahe stand. Überhaupt war ihr die Familie wichtig, wuchs sie doch mit 6 Geschwister in Obwalden auf und der Zusammenhalt mit der Familie betonte sie immer wieder.
Vor zwei Jahren trat Hündin Gina in ihr Leben und von diesem Moment an, sah man sie nur noch mit ihr durch die Matte schlendern. Es war ihr ein und alles und so war es dann für sie besonders schlimm, als sie bereits von ihrer Krankheit gezeichnet, ihre geliebte Hündin Gina weg geben musste. Marguerite war eine Kämpfernatur und so versuchte sie bis zum Schluss den Alltag zu bewältigen. Doch der Krebs war stärker und so musste sie kapitulieren. Marguerite wird in der Matte fehlen.

 

 

 

 

Tinu RichnerTinu Richner 14.11.1959 – 11.10.2012 Völlig unerwartet hat das Herz von Martin "Tinu" Richner aufgeört zu schlagen. Wir wissen, dass Tinu sein Leben leben konnte und sind unendlich dankbar für die Zeit, die wir mit ihm verbringen konnten.
Schnell ist es gegangen. Oft grüsste er die vorbei spazierenden Menschen, wenn er zufällig aus dem Küchenfenster blickte. Tinu war ein freundlicher und spezieller Mensch. Manchmal rannte er im Jogginganzug durch die Matte, grüsste rechts und links. Auch das Nachtleben liess er nicht aus. Allzu früh hörte sein Herz auf zu schlagen. Tinu ist nicht mehr, allzu früh verliess er diese Welt. Ich vermisse ihn. Gregor Roos.

 

 

 

 

 

Franca Gianella lebte seit vielen Jahren in der Matte am Mühlenplatz. Sie starb am 21. Oktober 2012. Franca Gianella sah ich oft mit ihren Dackeln durch die Lauben spazieren.
1999 beim Hochwasser watete sie sie mit ihren Dackeln und "Ghüdersäcke" um die Beine gewickelt,  durch das Wasser auf dem Mühleplatz. Dieses Bild musste ich haben ... und wir haben sehr darüber gelacht. Franca ist nicht mehr und das Bild vom Hochwasser 1999 bleibt  mir in bleibender  Erinnerung.

Franca Gianella

 

Marian StirnemannMarian Stirnemann 14.2. - 24.10.2012 Nach langer Leidenszeit durfte Marian Stirnemann endlich einschlafen und ihrem geliebten Ehemann folgen. Bernhard, der bekannte Troubadour starb im März 2011.
Kurz nach seinem Tod flackerten ihre Lebensgeister trotz starken Schmerzen nochmals auf. Nun ist auch sie nicht mehr. Marian habe ich immer wieder getroffen, beim Coiffeur, im Laden oder auf der Strasse. Wenn ich an sie denke, dann merke ich, dass sie mir manchmal ganz nah aber auch wieder ganz fern war. Sie unterstütze Bernhard und so blieb sie oft im Hintergrund. Sie war eine begnadete Malerin und in ihren Farben und Formen lebte sie auf. Das war ihre eigene Welt. Ihre Ausstellungen waren von Erfolg gekrönt. Über etwas war sie besonders stolz. Dimtri lobte ihre Kunst und schrieb ihr einen persönlichen Brief, den sie bis zu ihrem Tod in ihrer Nähe hatte.
In gemütlicher Runde oder an den Adventsfenstern in der Matte traf ich sie gerne und sie war eine spezielle Gesprächspartnerin, die auch viel zu erzählen wusste.
Marian ist nicht mehr ...

 

 

 

November 2012

Bei der Gemeinnützigen Baugesellschaft Bern, GBB, gab es ein Jahr nach dem Jubeljahr einige Wechsel im Vorstand, den dies ist in den Statuten verankert. So heisst es, dass man nach 70 nicht mehr wählbar ist. So bleibt nun aus der alten Crew nur noch Peter Ammann übrig, der im Juni 2013 siebzig wird. Er wurde für vier weitere Jahre wieder gewählt und dies nun auch zum letzten Mal. Er soll auch die Verbindung von den «Alten» zu den «Jungen» sein. Alle andern, Charly Odermatt, Peter Jordi, Toni Friedli, Ernst Schiess und Harry Meister haben das Alter erreicht und sind nun im "Unruhestand".

Köpfe der GBB Präsidenten
Nun wurden die Ämter von einer jungen Crew übernommen, die die Geschicke der GBB weiterführen werden. Zum Abschied wurden die «alten Köpfe» in der Matte unter ein Dach gebracht. Die Köpfe finden Sie, wenn Sie durch die Matte spazieren. Einfach mal in die Luft gucken!

 

Am 9.11. kam Eden Selun auf die Welt. Die stolzen Eltern Susi und David von Graffenried sind glücklich, über die neue Mättelerin.
Schön, dass es in der Matte wieder soviele Kinder gibt und schön, dass Eden Selun hier in der Matte aufwachsen darf.
Herzlichen Glückwunsch.