Der Berner Mattegucker

Aussensicht auf die Matte

Liv, Meret, Lena

Lena Weber, Meret Feller und Liv Heinemann, die das Gymnasium Neufeld in der Stufe Terza besuchen, hatten sich für einen Vortrag in Geografie über die Matte entschieden. Die neugierigen Frauen wollten alles aus der Matte wissen, streiften durch das Quartier und befragten die unterschiedlichsten Leute.
So aufgestellt und lebendig wie die jungen Frauen ans Werk gingen, habe ich mich gefreut, einen kurzen Auszug im Mattegucker zu veröffentlichen. Danke für eure Genehmigung dazu, Lena, Meret und Liv. Es ist spannend, einmal eine Aussensicht auf unseren Lebensraum zu erhalten.

 

Liv Heinemann, Meret Feller, Lena Wener

Welche Menschen leben heute in der Matte?

Das Mattequartier der Stadt Bern ist heute vielseitig bewohnt. Früher war das Quartier noch von seinem schlechten Ruf beschmutzt, der auf die damaligen Gewerbe zurückzuführen ist. Heute ist die Matte jedoch sehr gut durchmischt, was ihre Bewohner angeht, und auch durch die Nähe zur Stadt Bern sehr beliebt. Die Stimmung in der Matte ist sehr freundlich, offen und familiär, es wird von einem Dorfcharakter gesprochen. In der Matte gehören viele Häuser der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bern, durch das gibt es in der Matte auch sehr günstige Wohnungen.
Da im Quartier sehr viele Architektur- und Grafikbüros ansässig sind und diese eine gewisse Bevölkerungsgruppe anziehen, gibt es auch teure Wohnungen, die komplett saniert wurden. In der Matte gab es in den 60er-Jahren eine Gentrifizierung, jedoch nicht so stark wie in anderen Berner Stadtquartieren. Heute leben sowohl Studenten, wie auch Familien oder Einzelpersonen in der Matte. Durch die Verkehrsberuhigung
mit 30er Zone im ganzen Quartier, der eigenen Primarschule und den diversen Spielplätzen ziehen auch immer mehr junge Familien in die Matte. Die alten «Mätteler», die auch noch das Matteänglisch sprechen können, seien langsam am Aussterben, doch man versucht diese eigene Sprache der Matte bei den Jungen wieder aufleben zu lassen.