Der Berner Mattegucker

Neues vom Mattelift «Senkeltram»

Neuer Chefkondukteur beim «Senkeltram»

Daniel Schlatter und H.P. Blum vor dem Mattelift

Daniel Schlatter hat sein Amt als neuer Chefkondukteur des Matte-Lifts per 1. Juni 2019 übernommen.
Seit mehr als hundert Jahren ist der Mattelift in Betrieb. In der Schweiz ist es der einzige personenbediente Lift in dieser Art. Die neun pensionierten «Liftboys» sind ein fester Bestandteil vom «Senkeltram». Ein freundliches Lächeln und ein persönlicher Austausch ist in den 30 Sekunden der Liftfahrt möglich. Die Matte ohne «Senkeltram» ist nicht die Matte.

Hans Peter Blum war seit 2008 Chefkondukteur

Jetzt gibt er seinen Posten altershalber ab und bleibt dem «Senkeltram» nach wie vor als «Liftboy» erhalten. Der Verwaltungsrat dankt Hans Peter Blum herzlich für sein Engagement für das Senkeltram und die langjährige Treue.

Daniel Schlatter hat seinen Dienst am 1. Juni 2019 angetreten

Mit Daniel Schlatter gewinnen wir eine erfahrene und fachkundige Persönlichkeit mit einer grossen Verbundenheit zu Bern und zum öffentlichen Verkehr. Schlatter hat sein Amt per 1. Juni 2019 übernommen.

Schlatter ist 62-jährig, Vater von zwei erwachsenen Kindern und lebt in der Region Bern. Nach einer Lehre als Maschinenschlosser bei der WIFAG in Bern startete Schlatter seine Laufbahn bei BERNMOBIL als Bus-, Trolleybus- und Tramchauffeur und bildete sich gezielt weiter. Anschliessend baute er die Marketingabteilung bei BernMobil auf und wurde Mitglied der Geschäftsleitung. Nach 19 Jahren wechselte er zu PostAuto, zuerst als Betriebsleiter in Interlaken und später als Regionenleiter im Berner Oberland und in Graubünden. 2002 schloss er die Ausbildung zum Eidg. dipl. Manager öffentlicher Verkehr erfolgreich ab.

Nach seinen Schnuppertagen im Mai 2019 freut sich Schlatter auf seine Aufgabe als Chefkondukteur. Der Verwaltungsrat wünscht Daniel Schlatter viel Freude bei seiner neuen Aufgabe.
Informationen über das Senkeltram finden Sie auch auf www.mattelift.ch 

Ein neues Gesicht im Mattelift

Seit 1. April 2019 ist Beat Gerber der neue Matte Liftboy

Beat Gerber

Der behäbige Mann steht, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, bei mir in der Mattegucker- Redaktion. Beat setzt sich auf den roten Stuhl, schaut sich um. «Was willst du wissen?», fragt er spitzbübisch.
«Alles … natürlich, wie immer. Wie würdest du dich beschreiben?»
«Ich bin ein eher ruhiger Zeitgenosse und es gibt fast nichts, was mich auf die Palme treibt und ausrasten lässt. Nein, das kenne ich tatsächlich nicht», lautet seine Antwort.
Beat wurde am 28.3.1954 geboren, ist im Tscharnergut gross geworden. Heute wohnt er in Bümpliz. Kaum pensioniert, hat er nun seine Karriere beim Mattelift begonnen.
«Wie bist du eigentlich zum Mattelift gekommen?»
«Thomas Streit kenne ich schon seit vielen Jahren. Er sagte mir einmal, wenn du pensioniert wirst, dann komm zum Mattelift. Wir haben früher bei Copyquick zusammen gearbeitet. Uns verbindet zudem der Fussball, beide sind wir grosse Fans. Jetzt bin ich pensioniert - und da bin», sagt er lachend.
«Was gefällt dir an der Arbeit am Mattelift?»
«Ich habe immer mit Menschen zu tun gehabt und ich mag es mit Menschen zusammen zu sein, deshalb gefällt mir das Völkli, das auf den Lift kommt.
Die meisten Leute sind angenehm – man merkt auch, ob jemand mit einem reden will oder nicht. Ich kenne die Matte schon ein bisschen, früher besuchte ich ab und zu die Broncos-Loge. Dort traf ich manchmal auch den Rolä.» Ich muss ihn wohl verdutzt angeschaut haben.
«Ich war nicht so viel in der Loge nur ab und zu», lacht er laut.
«Was machts du denn sonst in deiner Freizeit?»
«Mit dem Kollegen gehe ich gerne «schwümmele» (Pilze sammeln) und an die Schwingfeste gehe ich auch gerne.»
«Du hättest wohl auch einen guten Schwinger gegeben», wende ich ein.
«Nein, nein, «tschutte» war mir lieber. Ich habe 50 Jahre Fussball gespielt zuerst bei Rotweiss Bümpliz in der 2. Liga, nachher in Bethlehem 3. Liga, dann bei den Veteranen und zum Schluss meiner Fussballkarriere bei den Superveteranen und mit 61 habe ich die Fussballschuhe an den Nagel gehängt. Jetzt mache ich nur noch Passivsport, d.h. Fernsehsport.» Er lacht schallend.
«Vielleicht kaufe ich mir auch ein Velo, das hingegen weiss ich allerdings noch nicht genau. Bei YB habe ich natürlich das Jahresabo und ich bin auch ein grosser Fan von Bayern München. So ich muss zur Arbeit, muss den Rolä ablösen.»
Und weg war er.

Herzlichen Dank Beat für deine Zeit und viel Spass bei deinen Fahrten von oben nach unten und von unten nach oben!