Der Berner Mattegucker

Editorial 2019

Landschulwoche!

Rosmarie BernasconiDa kommen sofort Erinnerungen an den damaligen Landdienst auf, Erinnerungen an eine kleine, freche Rosmarie, die mit ihren Gspänli auf einem Kirschenbaum sassen und fleissig so taten, als seinen sie am Pflücken. Dabei waren wir am Ausprobieren, wer die Kirschenkerne am weitesten spucken konnte. Von oben bis unten waren wir zugekleckert – und der Kratten war halbleer geblieben. So war es für die grosse Rosmarie von heute unbedingt notwendig, die 5. und 6. Klasse in Magglingen zu besuchen. Einerseits, um herauszufinden, wie Landschulwoche heute funktioniert. Und andrerseits, um im «Mattegucker» eine achtseitige Beilage dazu vorzubereiten. Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen Natalie Freiburghaus und Doris von Wurstemberger kommen darin zu Wort. Gudrun Glaus war eine Woche später mit der 3. und 4. Klasse im Kiental unterwegs – auch darüber schrieben die Kids einen Beitrag für den Mattegucker.

Zurück in die Matte. Da erinnere ich mich ans 1999, als vor 20 Jahren das Jahrhundert-Hochwasser die Matteleute überraschte. Das war gleichzeitig auch der erste grosse Auftritt von www.matte.ch, die seither zuerst mit der Matte-Zytig und dann dem Mattegucker Hand in Hand über das Leben und die Leute in den Altstadtgassen, unten an der Aare, berichten.
So zum Beispiel über die Brillerei, dem ersten Optikergeschäft in der Matte, das am Mühlenplatz neu eröffnet hat. Oder über die «Meile der Schönheit», die sich von Coiffuresalon zu Coiffuresalon quer durch Matte zieht. Spannend ist es auch, den Testbetrieb mit dem neuen, voll digitalen Tagesbus vom Bärengraben zum Marzilibähnli zu beobachten. Nicht fehlen darf die Berndeutschgeschichte von Peter Maibach, der sich neuerdings verdächtig oft in den Berner Bibliotheken herumtreibt.

Was allerdings immer fehlt, ist Geld. Neben den grossen und wichtigen Spendenaufrufen aus aller Welt möchte ich für einmal auf die Organisationen in unserem Quartier hinweisen, die ebenfalls auf einen Zustupf angewiesen sind: Der Stiftsgarten für ein Begegnungszentrum, der Hilfsverein der Matteschulen, der Besucherdienst, das nicht subventionierte Theater Matte, der Spielplatz Längmuur – und last but not least, auch der Mattegucker, die Jahreszeitung aus der Matte.
Eine bunte Mischung ist es geworden, im doppelten Sinn: Zum ersten Mal erscheint der «Mattegucker» ganz in Farbe! Dies haben Sie alle, die den «Mattegucker» unterstützen, erreicht, dafür danke ich Ihnen.

Herzlich
Rosmarie Bernasconi

Erlacherhof von der Aare aus gesehen