Der Berner Mattegucker

Interview mit Herrn Blum, Mattelift

S: SchülerInnen der 5./6. Klasse Sprachheilschule Bern
B: Herr Blum

Hanspeter BlumS: Wie ist Ihr Name und wie lange arbeiten Sie schon hier?
B: Mein Name ist Blum, Hanspeter. Ich bin der Chef-Kondukteur und arbeite seit 8 Jahren hier.
S: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
B: Mir gefällt der Kontakt mit dem Publikum und „när“ die schöne Aussicht über die Matte. Ein ganz toller Arbeitsplatz hier!
S: Ist es auch mal langweilig?
B: Ja, manchmal am Sonntag am Morgen. Wenn wir dann um 7 Uhr anfangen, kommen noch keine Leute. Die kommen erst so nach 14 Uhr wenn sie den Braten gegessen haben. Lacht. S: Wie lange ist Ihr Arbeitstag?
B: Jeder Arbeitstag ausser dem Sonntag dauert 7 Stunden und 15 Minuten. Wir sind immer zwei pro Tag. Und am Sonntag ist erst ab 7 Uhr Dienst und sonst immer ab 6 Uhr. Am Abend geht es immer bis um 20.30 Uhr.
S: Verdienen Sie viel Geld?
B: Viel Geld verdient man nicht, aber man bekommt eine Entschädigung.
S: Arbeiten auch Frauen hier?
B: Nein. Bis jetzt noch nicht.
S: Warum eigentlich nicht?
B: Das hat sich so ergeben. Es hat auch einmal eine Frau gegeben, die eingesprungen ist. Mehrmals. Aber irgendwie scheint es so eine Art Männerdomäne zu sein. Es sind eigentlich alles Pensionierte, die hier arbeiten.
S: Wie lange gibt es diesen Lift schon?
B: Diesen Lift, den gibt es schon seit 1896. Zuerst liefen zwei Kabinen. Dann hat man eine umgelegt aus Kostengründen. 1930 wurde der Lift elektrifiziert. Vorher haben sie noch an Seilen gezogen.
S: Warum wurde er gebaut? B: Weil man einfach keine Verbindung hatte zur Oberstadt. Die Berner wollten hier ein Tram hochziehen durch den „Bowäger“ hinauf und haben gemerkt, dass es zu steil ist. Und dann hat man den Lift gebaut.
S: Wie viele Meter hoch geht der Lift?
B: Wir sprechen von 30 Metern.
S: Wie viele Leute passen in den Lift? B: 10 Personen, inklusive Chauffeur.
Vielen Dank Herr Blum für Ihre Zeit.